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Across the board: Linear, umfassend
Alle gehandelten Andienungsmonate eines bestimmten Termin-
oder Optionskontrakts. Wenn man beispielsweise sagt, dass
Kupfer-Futures "across the board" mit "limit
up" eröffneten, so bedeutet dies, dass sämtliche Andienungsmonate
der Kupfer-Terminkontrakte das tägliche Kursschwankungslimit
während der Eröffnungsphase des Börsenhandels erreicht haben.
Actuals: Effektive Ware, Kassainstrument
Die effektive, im Kassamarkt gehandelte Ware, im Unterschied
zu den im Terminmarkt gehandelten "Kontrakten".
Siehe "Cash
commodity".
Arbitrage:
Ausnutzung unterschiedlicher Kurse beim gleichzeitigen Kauf
und Verkauf von Waren an verschiedenen Märkten (Börsen), in
verschiedenen Kontraktmonaten, zwischen dem Kassa- und dem
Terminmarkt oder von unterschiedlichen, aber zueinander bezogenen
Waren.
Arbitration: Schiedsverfahren
Dieses Verfahren steht dem Kunden zur Verfügung, um Unstimmigkeiten
beizulegen. Die Börsenmitglieder und Broker sind verpflichtet,
an dem Schiedsverfahren teilzunehmen. Die Börsen, die NFA
und die CFTC ermöglichen die Durchführung des Schiedsverfahrens.
Ask: Forderung
Auch asking price (Preisforderung) oder offer
(Angebot) genannt. Es ist der Preis, zu dem der Verkäufer
bereit ist, seinen Futureskontrakt (Vermögenswert) zu
verkaufen.
Assignment: Zuteilung
Optionen werden für den Optionskäufer durch dessen Broker
ausgeübt. Der Broker verständigt das Clearinghaus über die
Ausübung. Das Clearinghaus verständigt dann den Optionsverkäufer
(Stillhalter) darüber, dass der Käufer sein Recht ausüben
wird. Wenn es zur Ausübung der Option kommt, wird dem Käufer
einer Call-Option die Long-Position (Kaufposition) eines Terminkontrakts
und dem Verkäufer der Call-Option die Short-Position (Verkaufsposition)
zugeteilt. Dementsprechend erhält der Käufer einer Put-Option
eine Short-Position, während dem Verkäufer des Put eine gleichwertige
Long-Position zugeteilt wird.
At the market: Marktkurs
Nach Erteilung einer Kauf- oder Verkaufsorder muss diese unverzüglich
zum bestmöglichen, gegenwärtigen Marktkurs (at the market)
ausgeführt werden. Siehe "Market
order".
At-the-money: Am Geld
Eine Option befindet sich "at-the-money" (am Geld),
wenn der Basispreis in etwa dem gegenwärtigen Marktkurs des
zugrundeliegenden Terminkontrakts entspricht.
Back Months: Ferne Monate
Auch bekannt als "ferne Kontrakte". Diejenigen Futures-
und Optionskontrakte, deren Verfalldatum am weitesten vom
derzeitigen Verfall bzw. von derzeitiger Lieferung entfernt
ist.
Bar chart: Strich-Diagramm
Grafische Darstellung täglicher Kursbewegungen zur Erfassung
der Höchst-, Niedrigst-, Eröffnungs- und Schlusskurse. Für
jeden Börsentag wird in der Grafik in entsprechender Kurshöhe
ein senkrechter Balken eingezeichnet, wobei die Länge des
Balkens dem täglichen Kursschwankungsbereich (Höchst- und
Niedrigstkurs) entspricht. Ein kurzer, waagrechter Strich,
an der linken Seite des Balkens angehängt, kennzeichnet den
Eröffnungskurs, an der rechten Seite den Schlusskurs. Nach
einigen Tagen ergibt sich in der Grafik ein gewisses Muster,
das Fachleute für ihre Preisvorhersage auswerten.
Basis: Kursunterschied
Die Differenz zwischen dem Futures- und Kassapreis. Kassa
- Futures = Basis. Basis bezieht sich manchmal auch auf den
Unterschied zwischen verschiedenen Märkten oder Warengüteklassen.
Bear call spread: Baisse-Kaufoption-Spread
Der Kauf eines Call mit einem hohen Basispreis (strike price)
beim gleichzeitigen Verkauf eines Call mit einem niedrigeren
Basispreis. Der grösstmögliche Profit besteht aus der erhaltenen
Nettoprämie (erhaltene Prämie - bezahlte Prämie), während
der grösstmögliche Verlust durch Subtrahieren der Nettoprämie
von der Differenz zwischen hohem Basispreis und niedrigem
Basispreis berechnet wird (hoher Basispreis - niedriger Basispreis
- erhaltene Nettoprämie). Ein Bear-Call-Spread sollte eingegangen
werden, wenn niedrigere Kurse erwartet werden. Er ist eine
Art des "Vertical Spread". Siehe "Vertical
spread".
Bearish: Bärisch
Wenn Marktpreise eine fallende Tendenz aufweisen, dann ist
der Markt "bearish". Wenn jemand in der Zukunft
niedrigere Preise erwartet, ist seine überzeugung "bearish".
Bear market (bear/bearish):
Baisse
Wenn Kurse fallen, spricht man von einem "Bear-Markt".
Jemand, der fallende Kurse erwartet, ist ein "Bear"
oder er ist "bearish". Marktverhältnisse, die fallende
Kurse erwarten lassen, sind "bearish".
Bear put spread: Baisse-Verkaufsoption-Spread
Der Kauf eines Put mit einem hohen Basispreis (strike price)
beim gleichzeitigen Verkauf eines Put mit einem niedrigeren
Basispreis in der Erwartung fallender Kurse. Der höchstmögliche
Gewinn wird wie folgt berechnet: (hoher Basispreis - niedriger
Basispreis) - Nettoprämie. Der grösstmögliche Verlust besteht
aus der bezahlten Nettoprämie.
Bear spread: Baisse-Spread
Der Verkauf eines nahen Futures-Kontraktmonats beim gleichzeitigen
Verkauf eines entfernten Futures-Kontraktmonats in Erwartung
eines grösseren Kursverfalls im nahen Monat als im weiter
entfernten Monat. Beispiel: Verkauf eines Dezember-Kontrakts
und Kauf des weiter entfernten März-Kontrakts.
Beta:
Ein Mass der Wechselbeziehung zwischen der Kursbewegung einzelner
Aktien und der eines Aktienindex. Der Beta-Faktor dient bei
der Durchführung eines Absicherungsgeschäfts zur Bestimmung
der erforderlichen Anzahl der Kontrakte für Aktienindex-Futures
oder -Optionen.
Bid: Gebot
Der Preis, den Kaufinteressenten gewillt sind, für einen
Vermögenswert zu zahlen.
Board of trade: Börse
Eine Börse oder eine Vereinigung von Personen, die geschäftsmässig
den Verkauf und Kauf irgendwelcher Waren oder handelbarer
Werte an einem zentralen Handelsplatz ermöglicht. Im allgemeinen
handelt es sich um eine Börse, wo Warenterminkontrakte und
Optionen gehandelt werden. Siehe auch "Contract
market" und "Exchange".
Board orders: Siehe
"Market if touched orders (MIT)".
Break: Kursausschlag, Kursausbruch
Eine plötzliche Kursbewegung. Kurse können nach unten oder
nach oben ausbrechen.
Break-even point: Gewinnschwelle,
Rentabilitätsgrenze
Der "break-even point" bezeichnet den Punkt, wo
bei Erreichen eines bestimmten Terminkurses die Kosten einer
Option (die Prämie) vom Gewinn gedeckt werden, sollte die
Option ausgeübt werden.
Der Käufer eines Call bezahlt eine Prämie. Die Berechnung
der Gewinnschwelle erfolgt durch Addieren der bezahlten Prämie
zum Basispreis. Zum Beispiel, wenn Sie einen Mai Cotton Call
58 für 2,25 Cents/Pfund kaufen (wenn Mai Cotton-Futures zu
59,48 Cents/Pfund gehandelt werden), beträgt die Rentabilitätsgrenze
60,25 Cents/Pfund (58,00 Cents/Pfund + 2,25 Cents/Pfund =
60,25 Cents/Pfund). Für den Käufer eines Put berechnet sich
die Gewinnschwelle wie folgt: bezahlte Prämie minus Basispreis
des Put. Beachten Sie bitte, dass Sie Ihr Optionsrecht nicht
ausüben sollten, wenn der Terminkurs die Gewinnschwelle nicht
überschreitet.
Broker: Börsenmakler, Broker
Ein Mittelsmann, der Kauf- oder Verkaufsorders für Kunden
ausführt. Er erhält eine Provision (Kommission) für diesen
Dienst.
Andere Bezeichnungen für "Broker": a) Account Executive
(AE), b) Associated Person (AP), c) Registered Commodity Representative
(RCR) oder d) NFA Associate.
Bull call spread: Hausse-Kaufoption-Spread
Der Kauf einer Call-Option mit einem niedrigen Basispreis
beim gleichzeitigen Verkauf einer Call-Option mit einem höheren
Basispreis, wenn steigende Kurse erwartet werden. Der grösstmögliche
Profit errechnet sich wie folgt: (hoher Basispreis - niedriger
Basispreis) - Nettoprämie, wobei Prämienaufwand = Nettoprämie
bezahlt - erhaltene Prämie. Der grösstmögliche Verlust besteht
aus der Nettoprämie.
Bull market (bull/bullish):
Hausse
Bei steigenden Kursen spricht man von einem Bull-Market (Hausse).
Diejenigen, die höhere Preise erwarten, werden "Bulls"
genannt.
Bull put spread: Hausse-Verkaufsoption-Spread
Der Kauf einer Verkaufsoption (Put) mit einem niedrigen Basispreis
beim gleichzeitigen Verkauf einer Verkaufsoption mit einem
höheren Basispreis, wenn eine Kurssteigerung erwartet wird.
Der grösstmögliche Gewinn entspricht der erhaltenen Nettoprämie.
Der grösstmögliche Verlust errechnet sich wie folgt: (hoher
Basispreis - niedriger Basispreis) - erhaltene Nettoprämie,
während die erhaltene Nettoprämie = bezahlte Prämie - erhaltene
Prämie.
Bull spread: Hausse-Spread
Der Kauf eines nahen Kontraktmonats beim gleichzeitigen Verkauf
eines entfernteren Monats in der Erwartung einer verhältnismässig
grösseren Kurssteigerung im nahen Monat als im entfernten
Monat. Eine Art des "Bull Spread," der risikobegrenzte
Spread, wird nur getätigt, wenn Terminkurse in etwa den tatsächlichen
Lagerkosten entsprechen. Siehe "Limited
risk spread".
Bullish: Auf steigende Tendenz
eingestellt
Wenn Kurse dazu neigen zu steigen, spricht man von einem Markt,
der "bullish" ist.
Butterfly spread: Schmetterling-Spread
Kauf einer am Geld liegenden Option, Verkauf von zwei aus
dem Geld liegenden Optionen und Kauf einer aus dem Geld liegenden
Option. Der "Schmetterling" wird immer dann eingegangen,
wenn eine Kreditposition erzielt wird, d.h., wenn der Betrag
der erhaltenen Prämie grösser als der bezahlten ist.
Buy stop/sell stop
orders: Siehe "Stop
orders".
Buyer: Käufer
Jemand, der eine Marktposition eingeht, um eine Ware oder
einen entsprechenden Wert zu erwerben. Im Terminkontrakt ist
derjenige ein Käufer, der einen Terminkontrakt kauft ("to
go long" oder "going long") oder eine bereits
bestehende, offene Verkaufsposition ausgleicht oder glattstellt.
Puts und Calls können ebenso gekauft werden, wobei der Optionskäufer
das Recht erhält, einen der Option zugrundeliegenden Terminkontrakt
innerhalb eines bestimmten Zeitraums zu einem vereinbarten
Kurs zu kaufen oder zu verkaufen.
Buy on Close:
Kaufen bei Börsenschluß
Mit Börsenschluß werden die letzen
2 Minuten des Handelstages (je nach Börse verschieden)
bezeichnet. Preise, die während des Börsenschlußes
gehandelt werden, werden als Schlußkurse (settlement
price) bezeichnet.
Buy on Opening:
Kaufen bei Börseneröffnung
Börseneröffnung sind die ersten 2 Minuten
des Handelstages (je nach Börse verschieden). Nach Abschluß
der Eröffnung gelten die nicht ausgeführten Orders
als endgültig storniert. Während der Börsenöffnung
gehandelte Preise werden als Eröffnungsbereich bezeichnet.
Cabinet Trade or
cab: Trade bei einem halben Tick
Eine Transaktion bei einem halben Tick, um Optionen, die weit-aus-dem-Geld
sind zu liquidieren.
Calendar spread: Kalender-Spread
Der Verkauf einer Option mit einem nahen Verfalldatum beim
gleichzeitigen Kauf einer Option mit demselben Basispreis,
aber mit einem weiter entfernten Verfalldatum. Der Verlust
ist auf die bezahlte Nettoprämie begrenzt, während der höchstmögliche
Gewinn vom Zeitwert der entfernten Option abhängt, wenn die
nahe Option verfällt. Die Strategie des Kalender-Spreads nutzt
die Zeitwert-Differenz in Zeiten flauer Preise.
Call:
Der Zeitraum der Markteröffnung oder des Marktschlusses im
Terminhandel an einer Börse.
Call option: Kaufoption
Ein Kontrakt, der dem Käufer das Recht gibt, innerhalb eines
bestimmten Zeitraums und zu einem festgesetzten Preis etwas
zu erwerben. Der Verkäufer der Kaufoption erhält dafür Geld
(die Prämie). Der Kontrakt verpflichtet den Verkäufer zur
Lieferung, wenn der Käufer sein Recht zum Kauf ausübt.
Carrying charges: Finanzierungskosten
Die Kosten, die zur Haltung einer Ware erforderlich sind,
wie Zinsen für die Investition, Versicherung, Lagerkosten
und andere Nebenausgaben. "Carrying Costs" spiegeln
sich in der Kursdifferenz zwischen verschiedenen Futures-Kontraktmonaten
wieder.
Carryover: Übertrag
Die vorhandenen Vorräte aus der vorhergehenden Produktionsperiode.
Cash commodity/cash
market: Kassaware/Kassamarkt
Die effektive oder eigentliche Ware, die direkt und individuell
im Kassamarkt gehandelt wird. Im Gegensatz dazu werden im
Terminmarkt "Kontrakte" zur zukünftigen Lieferung
gehandelt. Siehe auch "Actuals".
Cash flow: Kassenbestand
Kasseneingänge und -ausgänge eines Geschäftes. Sie unterscheiden
sich vom Nettoeinkommen (nach Abzug der Steuern), da bargeldlose
Ausgaben nicht im Kassenbestandsbericht aufgeführt sind. Wenn
Bareingänge grösser als die Ausgaben sind, ergibt sich ein
positiver Geldfluss, während umgekehrt ein negativer Geldfluss
vorliegt.
Cash forward contract:
Siehe "Forward
contract".
Cash market: Kassamarkt
Ein Markt, in dem Waren sofort gegen Barzahlung und bei Eigentransport
(cash and carry) gehandelt werden oder alsbald, wenn Bezahlung
bei Lieferung erfolgt. Alle Vertragseinzelheiten werden individuell
zwischen Käufer und Verkäufer vereinbart.
Cash price: Barzahlungspreis,
Kassakurs
Der sofort zu bezahlende Preis für den Kauf einer vorhandenen
Ware zum gegenwärtigen Wert im Kassamarkt (im Gegensatz zum
Kauf eines Kontrakts im Terminhandel).
Cash settlement: Barausgleich
Anstelle der Lieferung der eigentlichen Ware wird der entsprechende
Geldwert bei Abrechnung überwiesen.
Certificate of Deposit
(CD): Depositenkonto
Hinterlegung einer grossen Summe bei einer Bank zu einem bestimmten
Zinssatz mit kurzfristiger Laufzeit. "CDs" werden
normalerweise zwischen $100.000 und $1.000.000 ausgestellt.
Certificated stock: Warenbescheinigung
Vorhandene Waren, die durch die Börse inspiziert und als akzeptabel
zur Erfüllung der Lieferung aus einem Futures-Kontrakt befunden
worden sind. Diese Waren werden in von der Börse anerkannten
Lagerhäusern gelagert.
Charting: Schematische Dartellung
Wenn Fachleute Terminmärkte analysieren, verwenden sie Diagramme,
um Kursbewegungen, Handelsvolumen, ausstehende Kontrakte oder
andere statistisch wichtige Kursbewegungen aufzuzeichnen.
Siehe "Technical
analysis" und "Bar chart".
Churning: Spesenreiterei
Wenn ein Broker übermässig und unnötigerweise für ein Kundenkonto
handelt, um dadurch von zusätzlichen Provisionsgeldern zu
profitieren, während er die Interessen des Kunden ignoriert.
Clearinghouse: Clearinghaus,
Verrechnungsstelle
Eine Geschäftsstelle, die mit einer Terminbörse assoziiert
ist und alle Kontraktabschlüsse gewährleistet, also sicherstellt,
dass Kontraktandienung und/oder finanzieller Ausgleich stattfindet.
Das Clearinghaus fungiert als Verkäufer gegenüber jedem Käufer
und als Käufer gegenüber jedem Verkäufer.
Clearing margin: Einschussleistung
an ein Clearingmitglied
Geldsummen, die von einem Broker an ein Clearingmitglied als
Sicherheitsleistung überwiesen werden.
Clearing member: Clearingmitglied
Dasjenige Mitglied eines Clearinghauses, das für die Ausführung
von Kundenaufträgen verantwortlich ist. Clearingmitglieder
überwachen auch die Vermögenslage ihrer Kunden anhand von
Margins- und Positionsberichten.
Close or Closing range:
Schlusskurs oder Schlusskursbereich
Der Bereich der Kurse während der letzten zwei Minuten einer
Börsensitzung. Der offizielle Schlusskurs wird aus dem Durchschnitt
der erzielten Kurse während dieses Zeitraums errechnet, um
für den folgenden Tag das Kurslimit festzusetzen.
Commercials: Geschäftshäuser,
Geschäftsfirmen
Firmen, die geschäftsmässig und regelmässig ihre Kassapositionen
im Terminmarkt absichern (hedging), z.B. Getreide-mühlenbetriebe,
Exporteure oder Getreidelagerunternehmen.
Commission: Provision, Maklergebühr
Die Gebühr, die Clearinghäuser verlangen, um Futures zu kaufen
oder zu verkaufen. Die Gebühr, die Brokers von ihren Kunden
verlangen, wird ebenso "Commission" genannt.
Commission house: Kommissionshaus
Eine andere Bezeichnung für Maklerfirma (brokerage firm),
weil der Verdienst aus der Berechnung von Provisionen für
Vermittlungsgeschäfte erworben wird. Siehe "Futures
Commission Merchant".
Commodity: Ware, Handelsware
Waren oder Gebrauchsartikel, die kommerziell gehandelt werden.
An einer Börse sind diese zum Beispiel Mais, Gold oder Schlachtschweine,
aber auch immaterielle Handelsobjekte wie T-Bills oder Aktienindices.
Commodity Credit
Corporation (CCC):
Eine in den USA 1933 behördlich eingerichtete Körperschaft,
die durch den Ankauf überschüssigen Getreides Preise unterstützt,
Erntebestände durch Anbaureduzierungsprogramme kontrolliert
und Exportprogramme erstellt.
Commodity Futures Trading Commission (CFTC):
Eine US-Bundesaufsichtsbehörde, die 1974 eingerichtet wurde,
um das Warenbörsengesetz (Commodity Exchange Act) zu überwachen.
Diese Behörde überwacht den Futures- und Optionsmarkt an den
Terminbörsen im allgemeinen.
Commodity Pool: Warentermin-Investmentfonds,
Futures Funds
Eine Unternehmung, wo mehrere Personen Fonds zusammenlegen,
um Futures und Futures-Optionen zu handeln. Ein Commodity
Pool sollte nicht mit einem "joint account" verwechselt
werden.
Commodity Pool Operator (CPO): Terminverwalter
Einzelpersonen oder Firmen, die Fonds, Wertpapiere oder andere
Sicherheitsleistungen annehmen, um Terminkontrakte zu handeln,
wobei sie Kundengelder in einem Pool zusammenfassen (siehe
"Commodity pool".)
Je grösser der Pool ist, desto mehr Stehvermögen besitzt der
CPO und sein Klientel, um börsenmässige Talfahrten zu überstehen,
bis die ursprüngliche Position wieder profitabel wird. CPOs
müssen bei der CFTC und der NFA registriert sein und werden
streng überwacht.
Commodity-product spread:
warenbezogener Spread
Der Kauf (Verkauf) einer Rohware und der gleichzeitige Verkauf
(Kauf) eines Produkts dieser Rohware, z.B. der Kauf von Sojabohnen
und der Verkauf von Sojaöl und Sojaschrot. Man bezeichnet
diesen Spread auch "Crush Spread." Ein anderes Beispiel
ist der "Crack Spread", wo Rohöl gekauft und Benzin
und Heizöl verkauft wird.
Commodity Trading Advisor (CTA): Terminhandelsberater
Einzelpersonen oder Firmen, die direkt oder indirekt andere
über den Kauf oder Verkauf von Futures und Futures-Optionen
beraten. Sie veröffentlichen meistens den Terminmarkt betreffende
Analysen, Berichte und Rundschreiben. Der CTA is auch berechtigt,
Warenterminaufträge seiner Kunden an einen Broker weiterzuleiten.
CTAs müssen bei der CFTC registriert sein und eine Mitgliedschaft
bei der NFA haben.
Confirmation statement:
Ausführungsbestätigung
Nachdem eine Futures- oder Optionsposition eröffnet worden
ist, muss der Broker oder das Commissionshaus dem Kunden eine
Bestätigung ausstellen. Die Bestätigung muss die Anzahl der
gekauften und verkauften Kontrakte und den Kurswert enthalten,
und ist meistens Teil eines Kontoauszugs.
Congestion: Anhäufung
Ein Charting-Ausdruck, der benutzt wird, um eine Handelszeitspanne
zu beschreiben, wo sich Kurse seitwärts bewegen. Bei einer
"Congestion" wird angenommen, dass das derzeitige
Kursniveau stark unterstützt wird und ein Widerstand gegen
Kursbewegungen vorliegt.
Contract: Kontrakt
Eine rechtlich bindende Vereinbarung zwischen zwei oder mehreren
Parteien, eine Leistung zu erbringen oder zu unterlassen,
in Verbindung mit einem bestimmten Vertragsinhalt, z.B. die
Lieferung von 5000 Bushels Mais einer bestimmten Güteklasse
mit bestimmtem Liefertermin, Lieferort und Preis.
Contract market: Kontraktbörse
Kontraktbörsen sind von der CFCT designierte, nichtbehördliche
Handelskammern, an denen Futures und Futures-Optionen gehandelt
werden. Im allgemeinen versteht man darunter alle Warenterminbörsen.
Siehe "Board of Trade"
und "Exchange".
Contract month: Kontraktmonat,
Andienungsmonat
Der Monat, in dem ein Kontrakt entsprechend den Kontraktspezifikationen
zur Andienung fällig wird.
Controlled account: Siehe
"Discretionary
Account".
Contrarian theory: Konträrtheorie
Eine Theorie, die vorgibt, dass die allgemeine Meinungsbildung
über Markt-Tendenzen falsch ist. Der "Contrarian"
nimmt die entgegengesetzte Position zur mehrheitlichen Meinung
ein, um aus einer überverkauften oder überkauften Situation
zu profitieren.
Convergence: Konvergenz,
Annäherung
Termin- und Kassakurse nähern sich einander mehr oder weniger
stetig bis sum letzten Handelstag eines Terminkontrakts.
Conversion: Konvertierung,
Umwandlung
Die Verwendung eines Teils der Einnahmen aus dem Verkauf einer
Kassaposition zur Investierung in Margins (Einschüsse) für
eine Kaufpostion (long position) am Terminmarkt. Der Rest
des Geldes wird zum Erwerb von festverzinslichen Wertpapieren
eingesetzt. Dieses Verfahren erlaubt dem Anleger/Händler,
hohe Zinsen einzunehmen und, falls nötig, eine etwa zugeteilte
Lieferung aus dem Terminkontrakt entgegenzunehmen.
Conversion factor: Konversionsfaktor
Im Sicherungsgeschäft und zum Zweck der Andienung wird der
Konversionsfaktor herangezogen, um die mit unterschiedlichen
Laufzeiten und Zinssätzen versehenen T-Bonds des Kassamarkts
mit den im Terminkontrakt spezifizierten, generellen T-Bonds
abzustimmen. Die CBOT verbreitet eine Umrechnungstabelle mit
diesen Konversionsfaktoren (Conversion Factor Booklet).
Cover: Deckung
Dieser Ausdruck wird benutzt, um den Rückkauf von vorher verkauften
Kontrakten anzuzeigen, wenn also jemand "seine Verkaufsposition
(short position) deckt". "Short Covering" bedeutet,
einen Leerverkauf auszugleichen oder aufzulösen.
Covered position: Gedeckte
Position
Eine Transaktion, die durch eine entgegengesetzte, aber gleichwertige
Transaktion ausgeglichen ist, z.B., wenn Gold-Futures gekauft
worden sind und später eine Kaufoption mit der gleichen Warenmenge
und dem gleichen Andienungstermin verkauft wird, so ist die
Optionsposition des Traders gedeckt ("covered").
Er besitzt einen Terminkontrakt, der lieferbar ist, falls
die Option ausgeübt wird. Dieser Ausdruck wird ebenso benützt,
wenn ein vorher verkaufter Kontrakt zurückgekauft wird, also
eine Verkaufsposition (short position) durch eine Kaufposition
(long position) glattgestellt wurde.
Crack spread: Krack-Spread
Eine Art des Commodity-product spread (warenbezogener Spread),
die den Kauf von Rohöl-Futures und den Verkauf von Benzin-
und Heizöl-Futures beinhaltet.
Cross-hedge: Ersatz-Sicherungsgeschäft
Nicht für jede Ware, die jemand absichern (hedgen) will, gibt
es einen Terminhandel. Deshalb muss der Hedger ersatzweise
einen Terminkontrakt für eine ähnliche Ware mit einer ähnlichen
Kursbewegung für sein Sicherungsgeschäft aussuchen.
Cross-Margining:
Ein Verfahren, daß angewandt wird, wenn ähnliche
Positionen von unterschiedlichen Clearinghäusern verrechnet
werden. Wenn zum Beispiel jemand sowohl IBM Single-Stock-Futures
als auch IBM Aktienoptionen hält eignet sich ihr/sein
Konto zum cross-margining. Beim Cross-Margining verringert
sich die Margin meist, da Papiergewinne verrechnet werden.
Crush spread: Verarbeitungs-Spread
Eine Form des Commodity-Product-Spread, die den Kauf von Sojabohnen-Futures
und den gleichzeitigen Verkauf von Sojaschrot- und Sojaöl-Futures
beinhaltet. Dieser Spread wird gewöhnlich von Sojabohnenverarbeitern
angewendet.
Day order: Tagesorder
Ein Auftrag, der automatisch verfällt, wenn er bis zum Ende
einer Börsensitzung nicht ausgeführt werden konnte. Alle Orders
werden als "Day Orders" angesehen, wenn anderweitig
keine bestimmten Instruktionen vorliegen.
Day-trader: "Tageshändler"
Ein Futures- oder Optionshändler (meistens aktiv auf dem Börsenparkett),
der gewöhnlich eine oder mehrere Positionen eingeht und am
selben Tag glattstellt.
Dealer option: Kommerzielle
Option
Eine Verkaufsoption oder eine Kaufoption auf eine vorhandene
Ware, die von einem Geschäft, das mit der jeweiligen Ware
handelt, "geschrieben" wird. Diese Art von Option
wird nicht an einer Terminbörse gehandelt.
Debt instruments: Schuldtitel
1) Im allgemeinen legale Schuldscheine, die ausgestellt werden,
wenn jemand Geld entleiht und sich verschuldet;
2) Schuldverschreibungen wie Warenkredite, Bankdepositen,
Wechselschulden, Obligationen, usw.;
3) Ein Dokument, das ein Darlehen oder eine Verpflichtung
ausweist.
Deck: Kartenstapel
Alle noch nicht ausgeführten Auftragskarten, die ein Saalhändler
in einem Stapel bei sich trägt.
Deep-in-the-money: Tief
im Geld
Eine Option ist tief im Geld, wenn sie so weit "im Geld"
ist, dass es unwahrscheinlich erscheint, dass sie bis zur
Fälligkeit "aus dem Geld" gehen wird. Dies ist ein
willkürlicher Ausdruck und wird von verschiedenen Leuten benutzt,
um verschiedene Optionen zu beschreiben.
Deep-out-of-the-money:
Weit aus dem Geld
Beschreibt gewöhnlicherweise eine Option, bei der es unmöglich
erscheint, dass sie vor dem Verfalldatum "ins Geld"
gehen wird (willkürlicher Ausdruck).
Default: Nichterfüllung, Versäumnis
Das Versäumnis, einer Nachschusspflicht (Margin Call) nachzukommen
oder Lieferung zu leisten oder entgegenzunehmen, oder die
Nichterfüllung der Andienung auf einen Terminkontrakt, entsprechend
der Börsenvorschrift.
Deferred delivery: Andienung
in entfernten Monaten
Wenn von "deferred delivery" gesprochen wird, versteht
man darunter den Terminhandel in den zeitlich weiter entfernten
Andienungsmonaten.
Deferred pricing: Preisgestaltungsaufschub
Eine Methode der Preisgestaltung, bei der ein Hersteller seine
Ware sofort verkauft und dafür einen Terminkontrakt kauft,
um von einer erwarteten Preissteigerung zu profitieren. Manche
mögen die als ein Hedgegeschäft bezeichnen, doch tatsächlich
"spekuliert" der Erzeuger darauf, dass er einen
grösseren Gewinn erzielen kann, indem er die Kassaware gleich
verkauft und dafür einen Futureskontrakt kauft, anstelle die
Ware bis zum späteren Verkauf lagern zu müssen. (Wenn die
Ware bereits verkauft ist, was sollte er noch durch ein Hedgegschäft
absichern können?)
Delivery: Andienung, Lieferung
Die Beförderung der effektiven Ware (siehe "Actuals"
und "Cash commodity")
an einen festgelegten Bestimmungsort zur Erfüllung eines Terminkontrakts.
Delivery month: Andienungsmonat
Der Monat, in dem ein Terminkontrakt ausläuft und angedient
werden muss.
Delivery notice: Andienungsanzeige
Die Benachrichtigung durch ein Clearinghaus an den Käufer
eines Terminkontrakts, dass der Inhaber einer Short-Position
ansdienen wird. Die Anzeige wird vom Inhaber der Verkaufsposition
mittels einer "Notice of Intention to Deliver" (Erklärung
über die Andienungsabsicht) an das Clearinghaus veranlasst.
Delivery point: Andienungsort
Der von der Börse anerkannte Ort zur Lieferung und Annahme
von Waren, entsprechend den Bedingungen des Terminkontrakts.
Delta:
Der Korrelationsfaktor zwischen der Terminkurs-Fluktuation
und der Änderung der Prämien für die Optionen auf den
zugrundeliegenden Terminkontrakt. Das Delta ändert sich ständig
mit jeder Kursbewegung.
Demand: Nachfrage
Der Bedarf, Güter oder Dienstleistungen zu erlangen und finanziell
in der Lage dazu zu sein. Wenn viele Käufer Waren zum gegenwärtigen
Marktpreis verlangen, so konstituiert diese kombinierte Kaufkraft
die "Nachfrage". Wenn die allgemeine Nachfrage steigt
oder fällt und andere Faktoren gleichbleiben, tendieren Preise
zu steigen oder zu fallen.
Derivative: Derivate
Futures, Forwards und Optionen auf Futures und Forwards werden
als Derivate bezeichnet. Neuerdings werden auch Swaps als
Derivate bezeichnet. Ein Investitionsinstrument, dessen Wert
vom Wert eines zugrundeliegenden Vermögenswertes oder
Indexes abhängt. Zum Beispiel hängt der Wert eines
Gold-Futureskontraktes vom Wert des Goldes als zugrundeliegendem
Vermögenswert ab. Eine Option auf einen Gold-Futureskontrakt,
die bei Ausübung diesen Gold-Futureskontrakt liefert,
hängt vom Wert des zugrundeliegenden Gold-Futureskontraktes
ab.
Diagonal spread: Diagonaler
Spread
Beim diagonalen Spread verwendet man Optionen mit verschiedenen
Fälligkeitsterminen und verschiedenen Basispreisen. Zum Beispiel,
ein Trader kauft eine Dezember D-Mark Verkaufsoption 26 und
verkauft eine September D-Mark Verkaufsoption 28, wenn der
Terminkurs bei $0,2600/DM liegt.
Direct hedge: Direktes
Hedgegeschäft
Wenn bei einem Termingeschäft ein Hedger genau die Ware mit
den im Futureskontrakt festgelegten Spezifikationen (Güteklasse,
usw.) besitzt oder kaufen will, so führt er ein "direktes
Hedgegeschäft" durch. Handelt es sich allerdings nicht
um die speziell benannte Ware, so würde der Hedger ein "Cross-Hedge"
durchführen.
Discount: Abschlag, Preisnachlass
1) Qualitätsunterschiede zwischen den im Terminkontrakt festgelegten
Spezifikationen und den tatsächlich zur Lieferung vorgesehenen
Waren. Wenn Waren mit geringerer Güte geliefert werden, so
werden sie niedriger eingestuft, und ein geringerer Preis
wird dafür bezahlt. Die Ware wird also mit Abschlag verkauft.
2) Kursunterschied zwischen Terminkontrakten mit verschiedenen
Andienungsmonaten.
3) Bei Finanztiteln mit kurzer Laufzeit kann der "Discount"
zur Nennung des Zinssatzes herangezogen werden. Kurzfristige
Titel werden zu einem Preis, der niedriger als der Nominalwert
ist, gekauft. Bei Fälligkeit wird der volle Nominalwert an
den Inhaber des Titels ausbezahlt. Die Zinsen werden sozusagen
zu Beginn der Laufzeit gutgeschrieben. Zum Beispiel, wenn
der Preis für einen Treasury-Bill $974.150 beträgt, wird der
Kurs bei 89,66 Punkten oder zu einem Discount von 10,34% notiert
(100,00 - 89,66 = 10,34). Bei Fälligkeit erhält der Inhaber
$1.000.000. [$1.000.000 - (90 x 0,1034 x 1.000.000./. 360)
= 974.150]
Discount rate: Diskontsatz
Diejenigen Zinsen, die die Federal Reserve Bank (US-Notenbank)
von ihren Mitgliedern (zum US-Notenbanksystem gehörende Banken)
für Kredite verlangt. Die Höhe des Diskontsatzes schlägt sich
unmittelbar auf den Zinssatz nieder, den die Banken ihren
Kunden berechnen. Wenn der Diskontsatz erhöht wird, müssen
die Banken ihren Satz anheben, um die erhöhten Kosten für
ihre Anleihen zu decken. Umgekehrt, wenn der Diskontsatz gesenkt
wird, können Banken zinsgünstigere Kredite und Darlehen an
ihre Kunden ausgeben.
Discretionary accounts:
Diskretionskonten; mit Vollmacht geführte Konten
Ein Kontoinhaber gibt jemandem, gewöhnlich seinem Broker,
die Vollmacht, Kauf- und Verkaufsentscheidungen zu treffen
und auszuführen, ohne ihn darüber vorher verständigen zu müssen.
Weitere Bezeichnungen für "discretionary account":
"managed accounts" und "controlled accounts".
Downtrend: Abwärtstrend
Eine im allgemeinen sinkende Kursbewegung.
Drawdown:
Der größte prozentuale kumulative Verlust (vom
höchsten zum tiefsten Wert) eines Investments in Futures-Fonds
wird als drawdown bezeichnet. Es handelt sich um einen Wert,
der Aufschluß gibt über die zur Gewinnerzielung
eingegangenen Risiken.
Economic goods: Wirtschaftsgüter
Waren, die für die Bevölkerung nützlich sind und knapp werden
können.
Economy of scale: Wirtschaftlichkeit
durch Serienherstellung oder Grossproduktion
Niedrigere Kosten je Produktionseinheit werden durch grossangelegte
Produktion aufgrund besserer Maschinen, grösserer Preisnachlässe
für notwendiges Material, der Herstellung von Nebenprodukten
und/oder besserer Kapazitätsauslastung von Arbeitskräften
und Maschinen erreicht. Ein grosses Viehzuchtunternehmen kann
z.B. aus niedrigeren Futter- und Veterinärskosten je Einheit
und erhöhter Mechanisierung Nutzen ziehen.
Efficiency: Effizienz; Tauglichkeit
Dank der vereinheitlichten Terminkontrakte beteiligt sich
eine grosse Anzahl von Tradern aus allen Lebensbereichen am
Terminhandel, so dass Kurse wesentlich leichter ermittelt
werden können (die Wahrscheinlichkeit, dass ein gewisses Kursangebot
akzeptiert wird, erhöht sich). Je prompter Kurse ermittelt
werden, desto wirkungsvoller erweisen sich die Märkte.
Elasticity: Elastizität
Ein Ausdruck zur Beschreibung der Auswirkungen einer bestimmten
Ware auf das Angebot und die Nachfrage bei einer Preisänderung.
Eine Ware hat eine "elastische Nachfrage", wenn
eine Preisänderung die Nachfrage für diese Ware beeinflusst;
sie hat ein "elastisches Angebot", wenn eine Preisänderung
eine Produktionsänderung dieser Ware bewirkt. Wenn Angebot
oder Nachfrage von einer Preisänderung unberührt bleiben,
so spricht man von einer Ware mit einem "inelastischen
Angebot" oder einer "inelastischen Nachfrage".
Equity: Marktwert
Der Wert eines Terminhandelskontos mit allen offenen (ausstehenden)
Positionen im Verhältnis zum gegenwärtigen Marktkurs.
Eurodollar Time Deposits:
Eurodollar-Termineinlagen
US-Dollars, die ausserhalb der USA deponiert werden, entweder
bei einer ausländischen Bank oder einer Auslandsfiliale einer
US-Bank. Die Zinsen für diese Dollar-Depositen sind allgemein
höher als für in den USA deponierte Fonds. Auslandsbanken
stellen ein höheres Risiko dar, weil bei einem eventuellen
Versäumnis diese Banken nicht von der US-Regierung unterstützt
oder verstaatlicht werden können. Ausserdem können diese Banken
höhere Zinsen auszahlen, weil sie nicht von der US-Regierung
reglementiert werden können.
Even up: ausgleichen, glattstellen
Eine offene Position decken, liquidieren oder glattstellen.
Exchange: Börse
Ein Zusammenschluss von Personen zur Teilnahme am Handel mit
Termin- und Terminoptionskontrakten. Ein Forum oder Ort, wo
Händler zusammemkommen, um Handelswaren zu kaufen oder zu
verkaufen. Siehe auch "board
of trade" oder "contract
market".
|
Börsen in der USA: |
Börsen weltweit:
|
|
Cantor Exchange (CX)
Chicago Board of Trade (CBT)
Chicago Mercantile Exchange (CME)
Kansas City Board of Trade (KCBT)
Minneapolis Grain Exchange (MGEX)
New York Board of Trade (NYBOT)
New York Mercantile Exchange (NYMEX) |
Bourse de Montreal (ME)
EUREX Frankfurt (EUREX)
Euronext Amsterdam/Brussels/Paris (ENP)
Hong Kong Exchange and Clearing Ltd. (HKEx)
International Petroleum Exchange of Londond
(IPE)
London International Financial Futures
Exchange (LIFFE)
Singapore Commodity Exchange Ltd. (SICOM)
Singapore Exchange Ltd. (SGX)
Sydney Futures Exchange Corporation Ltd.
(SFE)
The Tokyo Commodity Exchange (TOCOM)
The Tokyo International Financial Futures
Exchange (TIFFE)
Warenterminbörse Hannover (WTB)
Winnipeg Commodity Exchange (WCE) |
Exchange rates: Wechselkurs
Der Preis, den man für eine ausländische Währung zahlt. Wenn
1 Schweizer Franken 0,42 Dollar kostet, so lautet der Umtauschkurs
0,4200. Da Währungen unterschiedliche Inflationsraten aufweisen,
ändert sich der Umtauschkurs, um den relativen Wert zueinander
widerzuspiegeln. Die Währung mit einer grösseren Inflationsrate
bezeichnet man als schwächer werdend, weil mehr von ihr im
Vergleich zu anderen Währungen umgetauscht werden muss. Wenn
eine Währung schwächer wird, erhöhen sich Exportzahlen, da
nun andere Länder mit ihren verhältnismässig stärkeren Währungen
mehr kaufen können.
Expiration date: Verfallsdatum
Der letzte Tag, an dem eine Option ausgeübt werden kann. Viele
Optionen verfallen an einem speziellen Tag während des Vormonats
des der Option zugrundeliegenden Terminkontrakts.
Ex-pit transactions:
Ausserbörsliche Transaktionen spielen sich ausserhalb
der Börsenstände ab. Sie beinhalten Zahlungsanweisungen, Andien-ungsabwicklungen
und Kontoübertragungen offener Positionen auf andere Broker.
Alle anderen Transaktionen, die den Handel mit Terminkontrakten
betreffen, müssen in den Börsenständen (pits) im öffentlichen
Ausrufverfahren erfolgen.
Exercise: Ausübung
Wenn der Käufer einer Kaufoption ("call") die Lieferung
der der Option zugrundeliegenden Terminkaufposition oder der
Käufer einer Verkaufsoption ("put") die Verkaufsposition
entgegennimmt. Nur Optionskäufer können Optionen ausüben;
die Optionsverkäufer (Stillhalter) nehmen eine passive Rolle
ein.
Expiration: Verfall
Eine Option ist ein verfallender Wert. Sie hat eine begrenzte
Laufzeit, gewöhnlich etwa neun Monate. Am Ende der Laufzeit
wird sie entweder wertlos, wenn sie aus dem Geld oder am Geld
liegt, oder wird automatisch für den Betrag, den sie "im
Geld" liegt, ausgeübt.
Federal Reserve Board:
Zentralbank der USA
Die Aufgaben der Zentralbank umfassen Formulierung und Ausführung
der Währungspolitik, Aufsicht über die Federal-Reserve-Banken
und Reglementierung und Beaufsichtigung der angeschlossenen
Banken. Die Währungspolitik wird anhand von Käufen und Verkäufen
von Wertpapieren under der Anhebung oder Senkung des Diskontsatzes
(Zinssatz, den Banken an die US-Notenbank für Kredite bezahlen)
vollzogen.
Fill or kill order (FOK):
"Sofortige Ausführung oder Annullierung"
Ist auch als "quick order" bekannt und stellt eine
Limit-Order dar, die, wenn nicht sofort ausgeführt wird, annulliert
weden muss. (Sofortige/vollständige Ausführung oder gänzliche
Annullierung.)
Financial futures: Finanzterminkontrakte
Sie beinhalten Terminkontrakte für Zinstitel, Währungen und
Aktienindices. Der Finanzterminmarkt ist gegenwärtig von allen
Terminmärkten der am schnellsten wachsende.
First notice day: Erster
Anzeigetag der Andienung
Die Anzeige über das Vorhaben, eine Ware zur Erfüllung eines
auslaufenden Terminkontrakts zu liefern, kann durch den Verkäufer
an ein Clearinghaus nicht vor dem ersten Anzeigetag erfolgen.
Die Anzeige zur Lieferung wird vom Clearinghaus einem Käufer
mit der ältesten Position zugeteilt. Der erste Anzeigetag
kann für verschiedene Waren unterschiedlich sein.
Floor broker: Börsensaal-Broker
Ein Börsenhändler, der Aufträge im Börsensaal für andere Leute
ausführt. Er wird auch "pit broker" genannt, weil
er in den achteckigen Börsenständen, die nach innen abgestuft
sind, handelt.
Floor trader: Börsenhändler,
Saalhändler
Ein Börsenmitglied, das im Börsensaal auf eigene Rechnung
handelt. Er wird auch als "scalper" oder "local"
bezeichnet.
Forward contract: Termingeschäft
im engeren Sinn; individuelles Termingeschäft
Ein Vertrag, der ausserbörslich durch zwei Parteien eingegangen
wird, die sich auf einen zukünftigen Kauf/Verkauf einer bestimmten
Ware eingigen. Dieser Vertrag unterscheidet sich insofern
von einem Terminkontrakt, als dass die Vertragspartner direkt
miteinander verhandeln und einen Vertrag abschliessen. Die
Bedingungen eines Forward-Kontrakts werden zwischen Käufer
und Verkäufer ausgehandelt, während Terminbörsen die Bedingungen
für einen standardisierten Kontrakt festsetzen (mit Ausnahme
des Kurses oder des Preises).
Forward pricing: Geplante
Preisfestsetzung
Das Verfahren, einen Preis in der Zukunft festzusetzen, entweder
durch Eingehen eines individuellen Terminkontrakts oder einer
Futuresposition. Bei einem individuellen Terminkontrakt haben
die Vertragsparteien gewöhnlich vor, eine Ware zu liefern
oder entgegenzunehmen, während Terminkontrakte normalerweise
glattgestellt und Gewinn oder Verlust in bar abgerechnet werden.
Free market: Freie Marktwirtschaft
Ein Markt, in dem Individuen in ihrem besten Eigeninteresse
handeln, ohne von äusseren Kräften (z.B. Regierung) beeinflusst
zu werden, wie Einschränkung der Auswahl oder Reglementierung
der Erzeugerpreise. Unter freier Marktwirtschaft versteht
man auch das politische System, in dem Produktionsmöglichkeiten
von Individuen frei und unkontrolliert wahrgenommen werden
können.
Full carry: Volle Finanzierungskosten
Wenn der Kursunterschied zwischen verschiedenen Kontraktmonaten
genau den tatsächlichen Finanzierungs- oder Lagerkosten einer
Ware entspricht (von einer Andienungsperiode zur nächsten).
Die Finanzierungskosten bestehen u.a. aus den Kosten für Versicherung,
Zinsen und Lagerung.
Fundamental analysis:
Fundamental-Analyse; Grundlagenanalyse
Die Studie von wesentlichen Faktoren wie Wetter, Entdeckungen,
Kriege oder politisches Geschehen, die das Angebot- und Nachfrageverhältnis
und somit den Marktpreis beeinflussen können.
Futures Commission Merchant (FCM): Terminbörsenmakler
Einzelpersonen oder Firmen, die Kauf- und Verkaufsaufträge
für Futures entgegennehmen und ausführen und für diesen Dienst
entlohnt werden. FCMs müssen bei der CFTC und bei der NFA
registriert sein und ein Mindestkapital von $300.000 aufrechterhalten.
Futures contract: Terminkontrakt
Ein standardisierter, rechtlich verbindlicher Vertrag über
den Kauf oder Verkauf einer Ware mit festgesetzter Menge und
Qualität an einem bestimmten zukünftigen Lieferdatum. Die
Vereinheitlichung der Kontrakte ermöglicht eine unkomplizierte
Übertragbarkeit. Terminkontrakte können nur im Auktionsverfahren
an den von der CFTC lizenzierten Terminbörsen gehandelt werden.
Futures Industry Association (FIA):
Die FIA ist die nationale Vereinigung der Futures-Industrie
in den USA.
Gambler: Glücksspieler
Jemand, der sich aus künstlichen, nicht kalkulierbaren Risiken
einen Gewinn erhofft. Wenn man durch den Wurf einer Münze
seine Handlungsweise bestimmt, wettet man auf das entsprechende
Resultat. Wenn man auf Pferde setzt, also auf den Ausgang
einer Sportveranstaltung oder eines von Menschen geschaffenen
Ereignisses, betreibt man Glücksspiel. Der Glücksspieler unterscheidet
sich vom Spekulanten. Der Spekulant profitiert von einer Preisveränderung,
wenn er genügend über die Angebots- und Nachfragefaktoren
zur Preisbestimmung bescheid weiss. Ausserdem beschäftigt
sich der Spekulant mit Wirtschaftsgütern, die den Mitmenschen
zugutekommen.
Gap: Kurslücke
Ein Ausdruck der Technologen zur Beschreibung einer plötzlichen
Kursveränderung, bei der ein gewisser Kursbereich übersprungen
wurde. Kurslücken werden jedoch normalerweise sehr bald wieder
gefüllt.
Geometric index: Geometrischer
Index
Ein Index (Aktienindex), bei dem eine 1%ige Kursveränderung
von zwei beliebigen Aktiengesellschaften, die im Index enthalten
sind, gleichwertigen Einfluss auf diesen bewirkt. Der "Value
Line Average Index" besteht aus 1700 Aktienwerten und
ist ein "geometrischer Index."
Give-up: Klientenüberweisung
Bei einer Klientenübergabe handelt es sich um einen Auftrag,
der von einem Broker für den Kunden eines anderen ausgeführt
wird und dann an den regulären Broker "übergeben"
wird; z.B., ein Saalhändler, der Diskretionskonten führt,
muss die Orders seines Kunden durch einen anderen Broker ausführen
lassen.
Good till cancelled (GTC):
Gültig bis auf Widerruf
Eignet sich für jede Auftragsposition und wird so lange aufrechterhalten,
bis der Auftrag erfüllt oder widerrufen wird.
Grantor: Stillhalter; Optionsverkäufer
Jemand, der die Verpflichtung eingeht, die zugrundeliegenden
Terminkontrakte oder Kassawaren zu kaufen (bei einer Verkaufsoption)
oder zu verkaufen (bei einer Kaufoption). Siehe auch
"Writer".
Guarantee Fund: Garantierte
Fonds
Eingerichtet zur Sicherheit der Kundengelder. Die Clearingmember
zahlen einen Prozentsatz ihrer Bruttoeinnahmen in dieses garantierte
Fonds-Konto ein. Siehe auch "Surplus
Funds".
Guided account: Gelenkte
Kontoführung
Kontoführung mit geplanter Strategie unter der Führung eines
CTA oder FCM. Der Kunde wird über spezielle Handelspositionen
unterrichtet; bevor eine bestimmte Position eingegangen wird,
muss die Zustimmung des Kunden vorliegen. Diese Konten erfordern
oft eine Mindesteinlage und dürfen nur einen vorher bestimmten
Teil der Kapitalanlage innerhalb irgendeiner besonderen Zeitspanne
verwenden. Nicht zu verwechseln mit einem "Discretionary
Account".
Hedge ratio: Absicherungsquotient
Das Verhältnis zwischen der erforderlichen Anzahl von Terminkontrakten
in einem direkten Absicherungsgeschäft und der erforderlichen
Anzahl von Terminkontrakten in einer speziellen Situation.
Das Konzept des Absicherungsgeschäfts besteht darin, den positiven
Bruttoertrag einer gewinnbringenden Futuresposition und den
zu erwartenden negativen Bruttoertrag aus ungünstigen Preisveränderungen
im Kassamarkt einander anzupassen. Wenn der zu erwartende
Bruttoertrag eines Futureskontrakts für T-Bills mit $1.000.000
Nominalwert halb so gross ist wie der zu erwartende Marktverlust
für einen abzusichernden T-Bill mit $1.000.000 Nominalwert
im Kassamarkt, dann werden zwei Terminkontrakte für jeden
$1.000.000 T-Bill benötigt. "Hedge Ratios" werden
immer dann angewendet, wenn man Absicherungsgeschäfte mit
Futures-Optionen, Finanzterminkontrakten und Aktienindex-Futures
durchführt, um den zu erwartenden Bruttoertrag abstimmen zu
können. Das Hedge-Ratio zwischen den benötigten Futures-Optionen
und der Anzahl der Futureskontrakte ist im allgemeinen 1:1.
Bei Zinsterminkontrakten und Aktienindex-Kontrakten kann das
Hedge-Verhältnis aufgrund der Korrelation zwischen der Preisbewegung
der gehaltenen Vermögenswerte, die abgesichert werden sollen,
und den Termin- oder Optionskontrakten, die zum Hedge herangezogen
werden, variieren. Die meisten Hedge-Ratios für Agrarprodukte
sind 1:1.
Hedger: Anwender eines Absicherungsgeschäfts
Eine Person, die ein Absicherungsgeschäft durchführt. Ein
Hedger versucht, das Preisrisiko zu übertragen, indem er im
Terminmarkt oder im Terminoptionsmarkt eine gleichwertige
aber entgegengesetzte Position einnimmt, die er im Kassamarkt
hält.
Hedging: Absicherung
Die Übertragung eines aus einer nachteiligen Preisbewegung
entstehenden Verlustrisikos mittels eines Kaufs oder Verkaufs
von Kontrakten im Terminmarkt. Die Position im Futuresmarkt
ist ein Ersatz für den zukünftigen Kauf oder Verkauf der effektiven
Ware im Kassamarkt. Wenn eine Ware in der Zukunft gekauft
werden soll, kauft man einen Terminkontrakt (long hedge);
wenn die Ware in der Zukunft verkauft werden soll, verkauft
man einen Terminkontrakt (short hedge).
High: Höchstkurs
Der jeweils während einer bestimmten Zeitspanne höchste Preis,
der für eine Ware, einen Termin- oder einen Optionskontrakt
bezahlt wurde (gewöhnlich während einer täglichen Börsensitzung
oder während der Laufzeit eines Kontrakts).
Holder: Optionsinhaber
Der Käufer einer Option wird auch als Optionsinhaber
bezeichnet. Buyer ist eine analoge Bezeichnung.
Inelasticity: Unelastisch
Ein statistischer Begriff der Messbarkeit einer Veränderung
des Angebots- und Nachfrageverhältnisses einer Ware bei einer
vorgegebenen Preisveränderung. Je mehr "unelastisch"
die Nachfrage (das Charakteristikum des Bedürfnisses) ist,
desto weniger Wirkung hat eine Preis-veränderung auf die Nachfrage
der Ware. Je mehr unelastisch das Angebot ist, desto weniger
wird sich das Angebot ändern, wenn sich der Preis ändert.
In-the-money: Im Geld
Eine Kaufoption befindet sich im Geld, wenn der zugrundeliegende
Terminkurs höher als der Basispreis ist. Eine Verkaufsoption
befindet sich im Geld, wenn der zugrundeliegende Terminkurs
niedriger als der Basispreis ist. Im Geld liegende Optionen
haben einen inneren Wert (intrinsic value).
Index:
Ein spezieller Durchschnittswert. Aktienindices können kalkuliert
werden, indem man einen Ausgangs- oder Grundwert erstellt,
gegenüber den sich der gegenwärtige Wert von einzelnen Aktienwerten,
Waren, Schuldverschreibungen, usw. verändert. Beim S&P-Index,
zum Beispiel, wird ein Grundwert von "10" als Marktwert
von 500 verschiedenen Aktienwerten der Jahre 1941 bis 1943
herangezogen.
Inflation:
Jede weitere, von der Währungsbank eines autonomen Staates
hergestellte und in Umlauf gebrachte Geldmenge. Eigentlich
ist die Inflation die Vermehrung von Geld und bewirkt ein
Ansteigen der Verbraucherpreise und eine Verminderung der
Kaufkraft. Inflationen können, je nachdem wie schnell und
wieviel neues Geld eine Währungshoheit in Umlauf bringt, "schleichen,
traben oder galoppieren". Es gibt auch die Form der "einfachen
Inflation", bei der die Regierung mehr Geld herstellt,
um vorhandene Defizite zu decken, oder die Form der "Kreditausweitung",
bei der die Regierung neues Geld dem Kreditwesen zuflösst.
Beide Formen sind Inflationen im weiteren Sinne.
Initial margin: Ersteinschuss
Wenn ein Kunde eine Futures-Position eingeht, wird von ihm
ein Mindesteinschuss verlangt, um die spätere Erfüllung seiner
Obligation zu garantieren. Der Ersteinschuss ist ein Unterpfand
oder eine Sicherheitsleistung.
Interest: Zins
Zins erhält ein Kreditgeber als Ausgleich für die Verwendung
seines Geldes. Die drei Faktoren des Zinses sind: 1) Zeitwert
des Geldes (Kreditsatz)der gegenwärtige Wert des Geldes
ist grösser als in der Zukunft. Der zukünftige Wert des Geldes
ist vermindert, da die Zeit, während der der Kreditgeber auf
sein Geld warten muss, widergespiegelt wird; nicht zu vergessen
die Unsicherheit, die die Zukunft bringen mag. 2) Kreditrisikodas
Risiko der gesicherten Rückzahlung variiert mit der Kreditwürdigkeit
des Kreditnehmers. 3) Inflationda sich die Kaufkraft
des Geldes vermindert, muss mehr Geld aufgebracht werden,
um die gleiche Kaufkraft aufrecht zu erhalten. Zinsen sind
ein Bestandteil der Finanzierungskosten, z.B., die Kosten,
die erbracht werden müssen, um eine Ware zu kaufen oder zu
lagern.
Interest rate futures:
Zinsterminkontrakte
Terminkontrakte für lang- oder kurzfristige Finanztitel wie
Hypotheken-Pfandbriefe, Regierungsanleihen (U.S. T-Bonds,
U.S. T-Notes, U.S. T-Bills, Deutscher Bund, Italianischer
Bund, Japanischer Bund) und Bankdepositen (CDs, Eurodollar-Termineinlagen).
Inter-market spread:
Intermarkt-Spread
Beinhaltet einen Spread mit der gleichen Ware, jedoch in verschiedenen
Märkten. Ein Beispiel des Intermarkt-Spreads ist der Kauf
eines Weizenterminkontrakts an der CBOT und der gleichzeitige
Verkauf eines solchen an der Kansas City Board of Trade.
Intra-market: Intramarkt-Spread
Ein Spread im selben Markt (an derselben Börse). Ein Beispiel
des Intramarkt-Spreads: Kauf eines Maiskontrakts im nahen
Monat und der gleichzeitige Verkauf eines Maiskontrakts in
einem entfernten Monat.
Intrinsic value: Innerer
Wert
Der Betrag einer Option "im Geld", der sich aus
dem Unterschied zwischen Basispreis (strike price) und dem
gegenwärtigen Marktkurs des zugrundeliegenden Futureskontrakts
zugunsten des Optionskäufers ergibt. Eine Kaufoption für COMEX-350-Goldfutures
hat einen inneren Wert von $10, wenn die zugrundeliegenden
Futures bei $360/Unze gehandelt werden.
Introducing Broker (IB): Einführender
Broker
Personen oder Firmen, die alle Maklertätigkeiten ausführen,
außer der Annahme von Geld, Wertpapieren oder anderen
Wertgegenständen von einem Kunden. Ein IB muss bei der CFTC
registriert sein und übermittelt die Termingeschäfte an einen
regulären Broker (Futures Commission Merchant).
Inverted market: Invertierter
Markt
Ein Terminmarkt, in dem die nahen Monate mit einem höheren
Kurs als die entfernteren Monate gehandelt werden. Ein invertierter
Markt ist ein Zeichen kurzfristigen Nachschubmangels (Angebotsmangels).
Erwähnenswerte Ausnahmen stellen Zinsterminkontrakte dar,
die invertiert sind, wenn entferntere Monate gegenüber den
nahen Monaten mit einem höheren Kurs (at a premium) gehandelt
werden.
Last trading day: Letzter
Handelstag
Der letzte Tag, an dem Terminkontrakte eines bestimmten Andienungsmonats
gehandelt werden.
Law of demand: Gesetz
der Nachfrage
Die Nachfrage steht im direkten Verhältnis zum Preis. Wenn
alle anderen Faktoren gleich bleiben, bewirkt eine Zunahme
der Nachfrage eine Preissteigerung, während eine schwindende
Nachfrage Preisminderungen zur Folge hat.
Law of supply: Gesetz
des Angebots
Das Angebot hat ein invertiertes Verhältnis zum Preis. Wenn
alle anderen Faktoren gleich bleiben, bewirkt eine Zunahme
des Angebots fallende Preise, während eine Abnahme des Angebots
Preissteigerungen zur Folge hat.
Letter of acknowledgment:
Bestätigungsformular
Ein Formblatt, das vom Kunden unterzeichnet werden muss, nachdem
er das Informationsblatt über den Terminhandel gelesen und
verstanden hat. Vom Broker wird verlangt, dass er alle Bestätigungen
aufbewahrt.
Leverage: Hebelwirkung
Die Kontrolle über einen grossen Kapitalwert mit einer relativ
kleinen Geldsumme. Während man die Verpflichtung, einen gewissen
Wert aus einem Terminkontrakt zu liefern oder anzunehmen eingeht,
kann eine relativ kleinere Geldsumme (Sicherheitsleistung,
Marge) dafür verwendet werden, um die zukünftige Verpflichtung
zu gewährleisten. Sollte der Kursverlauf günstig sein, kann
aufgrund der Hebelwirkung des Einschusses ein grosser Gewinn
erzielt werden. Demgegenüber kann ein Verlust im Verhältnis
zum Einschuss bei einer unvorteilhaften Kursentwicklung gross
sein.
Liability: Verbindlichkeit;
Verpflichtung
1) Im rechtlichen Sinn: Verantwortung oder Obligation. Zum
Beispiel, Personen sind nach dem Gesetz verpflichtet, ihre
Schulden zu bezahlen. 2) Im Rechnungswesen: eine Verbindlichkeit,
die eine Person oder Firma hat. Gegenwärtige oder kurzfristige
Verbindlichkeiten sind jene, die innerhalb eines Jahres beglichen
werden müssen (Gehälter, Steuern, Debitkonten, usw.). Langfristige
oder festgesetzte Verbindlichkeiten sind solche, die eine
Laufzeit von einem Jahr und mehr haben (Hypotheken, Bundesobligationen,
usw.). 3) Im Terminhandel hinterlegen Händler eine Sicherheitsleistung,
sind jedoch für den Gesamtwert eines Kontrakts verantwortlich.
4) Bei Optionen auf Futures ist die Verbindlichkeit der Optionskäufer
auf die Prämie limitiert, die sie anfänglich bezahlen mussten;
die Stillhalter unterliegen der Verpflichtung, die mit den
zugrundeliegenden (zu liefernden) Terminkontrakten verbunden
sind.
Limit: Siehe "Position
limit und Variable limit".
Limit move: Kursschwankungslimit
Die Börsen, mit Genehmigung der CFTC, errichten eine Kursschwankungsgrenze
nach oben und unten innerhalb einer Börsensitzung. Zum Beispiel,
wenn Sojabohnen-Futures am Vortag einen Schlusskurs von $5,50
hatten und das Kurslimit $0,30 ist, so kann während der nächsten
Börsensitzung ein Kurs von $5,80 oder $5,20 nicht über- oder
unterschritten werden.
Limit orders: Limitierte
Aufträge
Ein Kunde gibt eine Kurs- und/oder Zeitgrenze für die Ausführung
seines Auftrags. Ein Kauflimit-Order wird z.B. unter dem gegenwärtigen
Marktkurs plaziert, während ein Verkaufslimit-Order über dem
gegenwärtigen Marktkurs plaziert wird. Ein Kauflimit wird
nur dann ausgeführt, wenn der erwünschte Kurs oder ein niedrigerer
(besserer) erreicht wurde; ein Verkaufslimit wird nur dann
ausgeführt, wenn der erwünschte Kurs oder ein höherer (besserer)
erzielt werden kann.
Limit Price: Limitpreis
Auch als Preislimit bezeichnet. Einige Börsen
schränken Preisschwankungen an ihr gehandelter Futureskontrakte
auf einen bestimmten Kursbereich ein, der einen bestimmten
Betrag über oder unter dem Vortagsschlußkurs liegt.
Zum Beispiel hat Mais an der Chicago Board of Trade ein Preislimit
von plus oder minus 20 cents. Das bedeutet, der Maiskurs darf
nicht mehr als 20 cents über oder unter den Schlußkurs
des Vortages schwanken. Das Preislimit stellt den höchsten
bzw. Niedrigsten Kurs dar, der an diesem Tag handelbar ist.
An einigen Börsen führt das Erreichen des Preislimits
zu einem zeitlich begrenzten Aussetzen des Handels. Gegen
Ende des Handels in einem Kontrakt werden z.T. die Limite
aufgehoben.
Limited risk: Begrenztes
Risiko
Dieser Ausdruck wird benutzt, um die Position eines Optionskäufers
zu beschreiben, weil der mögliche Verlust des Optionskäufers
nie grösser als die Prämie, die er für den Erwerb einer Option
bezahlt hat, sein kann.
Limited risk spread:
Spread mit begrenztem Risiko
Ein Bull-Spread in einem Markt, wo die Kursdifferenz zwischen
zwei verschiedenen Kontraktmonaten den vollen Haltungskosten
entspricht. Das Risiko ist deshalb begrenzt, weil die Wahrscheinlichkeit,
dass die Kursbewegung des entfernteren Monats im Verhältnis
zu den Finanzierungskosten nach oben steigt, sehr gering ist.
Line-bar chart: Siehe
"Bar chart".
Liquidate: Auflösen; Liquidieren
Aufhebung einer offenen Position. Eine offene Kaufposition
(open long) wird aufgelöst oder glattgestellt durch den Verkauf
dieser offenen Position. Bei einer offenen Verkaufsposition
kauft man einen Kontrakt zurück ("short covering"
oder "covering his short").
Liquidity (liquid market): Liquidität
(flüssiger Markt)
Ein liquider Markt ermöglicht einen schnellen und wirkungsvollen
Ein- und Ausstieg zum gegenwärtigen Marktkurs. Die Möglichkeit,
Positionen schnell einzugehen und aufzulösen, ergibt sich
aus der grossen Anzahl von Marktteilnehmern mit der Bereitschaft,
zu kaufen und zu verkaufen.
Locals: Saalhändler, die auf
eigene Rechnung handeln
Obwohl "Locals" Spekulanten sind, geben sie dem
Markt die Liquidität, die "Hedgers" zur Absicherung
ihres Preisrisikos benötigen.
Long: Kaufposition
Jemand, der im Terminhandel einen Kontrakt gekauft hat, oder
jemand, der die entsprechende effektive Ware besitzt. Halter
solcher Positionen hoffen, bei einer zukünftigen Preissteigerung
einen Gewinn zu erzielen.
Long-the-basis: Steigende
basis
Eine Person die im Besitz der physichen Ware ist und einen
short futures dazu benutzt, seine physiche Ware gegen Kursverluste
abzusichern, wird seine Position als long-the-basis bezeichnet.
Er profitiert davon, wenn die physiche Ware im Wert (Kurs)
steigt. Zum Beispiel, wenn ein Farmer einen Januar Soyabohnen-Terminkontrakt
zu $6,00 verkauft wobei sich der Kassakurs in diesem Moment
bei $5,80 befindet, ist die Basis -,20. Wenn er den Januar
Terminkontrakt später zu $5,50 zurückkauft und der Kassakurs
sich in diesem Moment bei $5,40 befindet, würde sich die Basis
auf -,10 verändern. Der long-the-basis hedger würde, aufgrund
der kleiner gewordenen Kursdifferenz zwischen dem Januartermin
und der Kasse, 10 Cent gewinnen.
Long hedge: Kaufpreis-Absicherung
Wenn jemand in der Zukunft eine Ware kaufen will, kauft er
einen Terminkontrakt, um sich gegen eine mögliche Preissteigerung
abzusichern. Die Kaufabsicherung ist auch als Ersatzkauf oder
vorzeitiger Kauf zu verstehen.
Low: Niedrigstkurs
Der während einer Börsensitzung oder während der Laufzeit
eines Kontrakts niedrigste Kurs, der gehandelt wurde.
Maintenance margin: Mindesteinschuss
Die Mindesthöhe, die der Wert einer Sicherheitsleistung bei
einem Terminkonto nicht unterschreiten darf. Wenn der Wert
diese Höhe erreicht, muss ein Nachschuss geleistet werden,
um die Sicherheitsleistung auf den ursprünglichen Betrag des
Ersteinschusses zu bringen. Die Höhe des Mindesteinschusses
entspricht im allgemeinen etwa 75% des Ersteinschusses.
Managed account: Siehe
"Discretionary accounts".
Margin: Einschuss; Sicherheitsleistung
Im Terminhandel ist die Margin eine Art Vorschuss, um die
Einhaltung der vertraglich eingegangenen Verpflichtung zu
gewährleisten. Käufer ebenso wie Verkäufer von Terminkontrakten,
aber auch Optionsverkäufer müssen Margins hinterlegen.
Margin call: Nachschuß-Aufforderung
Die Aufforderung des Clearinghauses an ein Clearingmitglied
(wird als variation margin call bezeichnet) oder des Brokers
an seinen Kunden, (welcher als maintenance margin call bezeichnet
wird), weitere Geldmittel auf das Einschusskonto einzuzahlen,
um eine ungünstige Kursbewegung zu decken. Die Nachschussleistung
versichert das Clearinghaus und den Broker, dass der Kunde
jederzeit imstande ist, seiner Verpflichtung aus dem Terminkontrakt
nachzukommen.
Mark-to-market: Neubewertungsprozess
Vergleich einer offenen Terminposition mit dem jeweiligen
gegenwärtigen Marktkurs. Offene Terminpositionen werden täglich
mit dem gegenwärtigen Marktkurs verglichen, um eventuelle
Nachschussforderungen zu erheben oder Überschüsse auszuzahlen.
Die Steuerbehörde verwendet dieses System am Jahresende, um
die Steuerverpflichtungen eines Marktteilnehmers einzuschätzen.
Market-if-touched orders (MIT): Kursberührte
Orders
Diese Aufträge sind ähnlich wie "stop orders": 1)
sie werden aktiviert, wenn der Marktkurs den georderten Kurs
berührt hat; 2) sie werden in normale Marktorders umgewandelt,
wenn sie aktiviert werden; jedoch werden MIT-Orders anders
als Stop-Orders behandelt: ein Kauf-MIT wird unter dem gegenwärtigen
Börsenkurs plaziert und wird als Kaufposition eingerichtet
oder als Glattstellung einer Verkaufsposition verwendet. Eine
Verkauf-MIT wird über dem gegenwärtigen Börsenkurs plaziert
und richtet eine Verkaufposition ein oder stellt eine bestehende
Kaufposition glatt.
Market order: Marktkurs-Order
Ein Auftrag zur schnellstmöglichen Ausführung einer Kauf-
oder Verkaufsorder zum besten gegenwärtigen Marktkurs. Zeit
spielt hier eine grosse Rolle.
Market-share weighted
index: Nach Marktanteil gewichteter Index
Ein Aktienindex, bei dem sich die Kursveränderung eines Aktienwertes
entsprechend der Grösse seines Marktanteils auf den Indexwert
mehr oder weniger niederschlägt. Ein Aktienwert mit einem
grossen Marktanteil, z.B. IBM mit über 600 Millionen ausgegebenen
Anteilen, hat eine grössere Auswirkung auf einen marktanteilgewichteten
Index als ein Aktienwert mit kleinem Marktanteil, etwa Foster
Wheeler mit ca. 34 Millionen ausgegebenen Anteilen.
Market-value weighted
index: Nach Marktwert gewichteter Index
Ein Aktienindex, bei dem jeder Aktienwert nach dessen Marktwert
gewichtet wird. Die Kursveränderung einer Aktie beeinflusst
den Index proportional zum entsprechenden Marktwert. Die Aktienwerte
werden gewichtet, indem man den Aktienkurs mit der Anzahl
der ausgegebenen Teile multipliziert. Deshalb hat eine Aktie
mit einem hohen Kurs und einer grossen Anzahl von ausgegebenen
Anteilen einen grösseren Ausschlag auf den Index als eine
niedrig bewertete Aktie mit wenigen ausgegebenen Anteilen.
Der S&P-500-Index ist ein nach Marktwert gewichteter Index.
Maturity: Fälligkeit
Zeitraum, während dem ein Terminkontrakt zur Glattstellung
mit der effektiven Ware angedient werden kann, z.B. der Zeitraum
zwischen dem ersten Tag der Andienungsanzeige und dem letzten
Handelstag eines Kontrakts. Mit maturity bezeichnet man auch
das Fälligkeitsdatum eines Zinstitels (T-Bonds, Bundesobligationen,
usw.).
Maximum price fluctuation:
Siehe Limit move.
Minimum price fluctuation:
Mindestkursschwankung
Die kleinste zugelassene Kursschwankungseinheit eines Termin-
oder Optionskontraktes.
Monthly statement: Monatlicher
Kontoauszug
Aufzeichnungen der Kontobewegungen eines Termin- und Optionshandelskontos
in einem Monat. Bei nicht aktiven Konten müssen vierteljährliche
Kontoauszüge erstellt werden.
Moving average: Gleitender
Kursdurchschnitt
Der Durchschnitt von Kursen über einen bestimmten Zeitraum.
Zum Beispiel, bei einem Drei-Tages-Durchschnitt werden täglich
die Kurse der letzten drei aufeinander folgenden Tage als
Durchschnittswert erfasst (1,2,3), gefolgt am nächsten Tag
(2,3,4), usw. Technische Analysten ziehen den gleitenden Durchschnitt
zur Erkennung von Trendänderungen heran.
Naked sale: Leerverkauf einer
Option
Der Verkauf einer Option durch den Stillhalter, ohne den der
Option zugrundeliegenden Wert (Terminkontrakt oder Ware) zu
besitzen.
Narrow-Based Index
Futures:
Narrow-Based Index Futures sind Futureskontrakte, deren zugrundeliegender
Index aus Aktien einer bestimmten Industrie besteht, wie zum
Beispiel Fluggesellschaften oder Telefongesellschaften. Anders
hingegen sind Index-Futures mit einer breiten Basis (broad-based
Index Futures), deren Aktien den gesamten Markt umfassen.
National Futures Association (NFA):
Eine eingetragene Terminhandelsvereinigung, die durch die
CFTC 1982 autorisiert wurde; FCMs (Terminhandelsmakler) und
ihre angeschlossenen Vertreter und Mitarbeiter, CTAs (Terminhandelsberater)
und CPOs (Terminverwalter) müssen eine Mitgliedschaft bei
ihr haben. Die NFA ist eine selbstverwaltete Organisation
der Terminhandelsindustrie (ähnlich der National Association
of Securities Dealers, Inc. im Aktien- und Wertpapierhandel).
Nearby: Nächstfolgender Andienungsmonat
Ein Futureskontraktmonat, der als nächster zur Andienung ansteht.
Net position: Nettoposition
Die Differenz zwischen allen offenen Kauf- und Verkaufspositionen
ein einem oder verschiedenen Terminhandelsmonaten, die von
einem Trader gehalten werden.
Neutral calendar spread:
Siehe "Calendar
spread".
Nominal price (or nominal quotation):
Nominal-Notierung
Die Kursnotierung, die aus den jeweiligen Geld- und Briefkursen
berechnet und nominell herangezogen wird, wenn sich im Börsenhandel
kein tatsächlicher Kontraktabschluss ereignet hat. Diese Notierung
wird gewöhnlich aus dem Mittelwert des Geld- und Briefkurses
berechnet.
Normal market: Normaler
Markt
Wenn die Kurse in den entfernten Andienungsmonaten höher als
in den nahen Monaten notiert werden, um die entsprechenden
Finanzierungskosten zu reflektieren, so spricht man von einem
normalen Markt. Bei Zinsfutures ist dies umgekehrt. Aufgrund
der Zinskurve werden bei einem normalen Markt die nahen Monate
mit einem höheren Kurs als die entfernteren Monate gehandelt.
Notice of intention
to deliver: Anzeige über das Vorhaben zur Andienung
Während des Andienungsmonats eines Kontrakts leitet der Verkäufer
den Andienungsprozess ein, indem er der Clearingstelle anzeigt,
dass er die effektive Ware liefern möchte. Die Clearingstelle
ihrerseits verständigt den Käufer mit der ältesten offenen
Kaufposition über das Vorhaben des Verkäufers. Wenn der Käufer
seine offene Kaufposition nicht im Terminhandel glattstellt,
ist er verpflichtet, die Lieferung anzunehmen.
Offer: Verkaufsgebot
Die Anzeige über den Wunsch, einen Terminkontrakt zu einem
bestimmten Kurs (Briefkurs) zu verkaufen.
Offset: Siehe "Offsetting".
Offsetting: Glattstellung
Die Aufhebung der Verpflichtung zur Lieferung oder zur Annahme
der Lieferung der effektiven Ware durch Eingehen einer gleichwertigen,
aber entgegengesetzten Futures-Postition. Die Glattstellung
kann nur für denselben Kontraktmonat und dieselbe Ware erfolgen.
Wenn ein Anleger an der COMEX einen August-Goldkontrakt gekauft
hat, würde er, um seine Verpflichtung zu liquidieren, an der
COMEX einen August-Goldkontrakt verkaufen. Um eine Option
glattzustellen, muss dieselbe Option gekauft oder verkauft
werden, z.B. ein Call oder Put mit demselben Basispreis und
im selben Kontraktmonat.
Offsetting positions:
Ausgleichende Positionen
1) Das Einnehmen einer gleichwertigen, aber entgegengesetzten
Futures-Position gegenüber einer gehaltenen Kassamarkt-Position.
Die ausgleichende Futures-Position stellt ein Absicherungsgeschäft
(hedge) dar. 2) Das Einnehmen einer gleichwertigen, aber entgegengesetzten
Futures-Position gegenüber einer anderen Futures-Position,
bekannt als Spread oder Straddle. 3) Der Kauf eines vorher
verkauften Terminkontrakts oder der Verkauf eines früher gekauften
Terminkontrakts, um eine Verpflichtung zur Lieferung oder
Annahme der Lieferung aufzuheben. Bei Futures-Optionen muss
dieselbe Option zur Glattstellung gekauft oder verkauft werden.
Omnibus account: Sammelkonto
Ein Konto, das zwei oder mehrere individuelle Kundenkonten
eines Futures-Kommissionshändlers zusammenfasst und bei einem
anderen Kommissionshändler, der ein Clearingmitglied ist,
geführt wird. Die Identität der individuellen Kontoinhaber
wird nicht bekannt gegeben. Ein Kommissionshaus kann ein Sammelkonto,
das alle seine Kunden zusammenfasst, bei seinem Clearinghaus
unterhalten.
One cancels other (OCO):
Orderstornierung
Wird angewendet, wenn mehrere Aufträge erteilt werden und
die Ausführung eines Auftrags eine andere aufhebt.
Open:
1) Eröffnungskurs: Der erste erzielte Kurs oder Kursbereich
nach Eröffnung der Börsensitzung. Die Börsen geben den täglichen
Eröffungsbereich offiziell bekannt. Im temporeichen Börsenhandel
erlaubt der Kursbereich den Marktteilnehmern, Aufträge zu
irgendeinem Kurs innerhalb dieses Bereichs auszuführen und
nicht an einen ganz bestimmten Kurs gebunden zu sein. Die
veröffentlichten Eröffnungskurse werden aus dem Durchschnitt
des Eröffnungsbereichs berechnet.
2) Geöffnet: Wenn Börsenhandel stattfindet, sind die Märkte
geöffnet.
Open interest: Offenes
Interesse
Im Terminhandel ist dies die Anzahl aller noch nicht glattgestellten
oder liquidierten Terminkontrakte. Da es immer nur ebensoviele
offene Kaufpositionen wie Verkaufspositionen geben kann, werden
entweder nur die gekauften oder die verkauften Kontrakte gezählt,
nicht beide. Bei Optionen hat jede Optionsart seine eigene
Anzahl ausstehender Kontrakte. Das offene Interesse wird für
Puts and Calls getrennt berechnet.
Open outcry: Präsenzhandelsform;
offenes Ausrufverfahren
Die Kauf- und Verkaufsgebote werden in den Börsenständen (pits)
mündlich bekannt gegeben. Dies ist erforderlich, um "hautnahe"
Handelstransaktionen zu gewährleisten und den Käufern und
Verkäufern zu garantieren, dass sie den bestmöglichen Kurs
erzielen.
Open trade equity: Offener
Handelswert
Der nominale Gewinn oder Verlust offener Positionen (im Vergleich
zum gegenwärtigen Marktkurs).
Opening range: Eröffnungsbereich
Der Bereich der erzielten Kurse kurz nach Eröffnung der Börsensitzung.
Alle Eröffnungsaufträge müssen mit einem Kurs innerhalb des
Eröffnungsbereichs ausgeführt werden.
Opportunity cost: Gelegenheitseinbusse
Verlorengegangener Ertrag, wenn man eine andere (bessere)
Investition unterlassen hat; entgangener Profit durch das
Versäumnis einer Gelegenheit. Hat man sein Kapital in Grundstücken
mit einem Ertrag von 5% angelegt und nicht in T-Bills mit
einer Rendite von 10%, so erleidet man eine Gelegenheitseinbusse
von 5% Unterschied in Rendite.
Option seller: Siehe
"Grantor" oder "Writer".
Option contract: Optionskontrakt
Ein einseitiger Kontrakt, der dem Käufer das Recht gibt, ihn
aber nicht verpflichtet, eine Ware oder einen Futureskontrakt
zu einem festgesetzten Preis innerhalb eines bestimmten Zeitraums
zu kaufen oder zu verkaufen. Der Kontrakt ist deshalb einseitig,
weil nur eine Vertragspartei (der Käufer) das Recht hat, Leistung
zu verlangen. Falls der Käufer sein Recht ausübt, muss der
Verkäufer (Stillhalter)ungeachtet des gegenwärtigen
Marktpreiseszum vereinbarten Basispreis seine Verpflichtung
erfüllen.
Order: Auftrag
1) In Wirtschaft und Handel ist ein Auftrag das Ersuchen,
etwas zu liefern, zu verkaufen, zu erhalten oder zu kaufen.
2) Im Wertpapier- und Terminhandel ist der Auftrag die Anweisung
an einen Broker, wieviel, was und wie gekauft oder verkauft
werden soll. Die gebräuchlichsten Auftragsarten im Terminhandel
sind "market order" und "limit order".
Original margin: Siehe
"Initial margin".
Out-of-the-money: Aus
dem Geld
Eine Verkaufsoption (call) ist aus dem Geld, wenn der Basispreis
über dem zugrundeliegenden Terminkurs liegt.
Out-Trade: Nullhandel
Bei einem Nullhandel bestehen am Ende des Handelstages unvereinbare
Differenzen zweier Clearingmitglieder bezüglich Quantität,
Preis und/oder ob der Handel ein Verkauf oder Kauf war. Sollte
es den Clearingmitgliedern unmöglich sein, ihre Differenzen
beizulegen, wird ein Börsenkommittee zur schnellstmöglichen
Regelung der Angelegenheit eingeschaltet.
Overbought: Überkaufter Markt
Ein Ausdruck der Fachleute, um einen Markt zu beschreiben,
an dem der Kurs relativ schnell gestiegen istzu schnell,
um aufgrund der zugrundeliegenden fundamentalen Faktoren gerechtfertigt
zu sein.
Oversold: Überverkaufter Markt
Ein Markt, an dem die Kurse schneller gefallen sind als die
zugrundeliegenden fundamentalen Faktoren zulassen würden.
Pit: Börsenstand
Der Bereich im Börsensaal, wo der Terminhandel stattfindet.
Das pit ist ein achteckiger Stand mit nach innen absteigenden
Stufen. Die Trader stehen in bestimmten Sektoren für verschiedene
Kontraktmonate. Betrachtet man die pits von oben, sehen sie
wie achteckige "Gruben" aus.
Pit broker: Börsensaalhändler
Eine Person, die direkt im Börsensaal, in Vertretung seines
Clearing-Brokers, an den pits Terminkontrakte für Kunden des
Brokers, handelt. Siehe auch "floor
broker".
Pit trader: Siehe
"Floor trader".
Point: Siehe "Minimum
price fluctuation".
Point and figure chart:
Punkt-und-Zeichen Chart
Eine Graphik, in der Kursbewegungen in vertikalen Kolumnen
festgehalten werden. Jeder neue Kurswert, der gestiegen ist,
wird mit "X" gekennzeichnet, jeder fallende Wert
mit "O". Diese Charts lassen allerdings keine minütlichen
Bewegungen erkennen, sondern nur den allgemeinen Trend.
Point balance: Gesamtbilanz
Wird vom Broker erstellt, um den Gesamtgewinn oder -verlust
aus allen offenen Positionen anzuzeigen.
Pool: Siehe "Commodity
Pool".
Position: Position des Markts
Offene Kontraktpositionen, die das Marktinteresse auf der
Käufer- oder Verkäuferseite erkennen lassen.
Portfolio: Portefeuille
Eine Gruppe verschiedener Investitionen, die ein Anleger besitzt.
Position limit: Positionslimit
Das Maximum an Terminkontrakten, das einem Spekulanten oder
Spreader zu halten erlaubt wird. Die CFTC setzt einige dieser
Positionslimits fest, andererseits die Börsen. Hedger sind
von den Positionslimits ausgenommen.
Position trader: Positionshändler
Ein Trader, der eine Futures-Position eingeht und diese für
einen langen Zeitraum beibehält.
Power of attorney: Handlungsvollmacht
Vereinbarung, die das Verhältnis zwischen Vermittler und Klienten
einrichtet. Die Handlungsvollmacht erteilt dem Vermittler
die Befugnis, im Namen des Klienten unter vorgegebenen Umständen
zu handeln. In der Futures-Industrie muss die Vollmacht schriftlich
erteilt werden und ist so lange gültig bis Sie schriftlich
widerrufen oder geändert wird.
Premium: Prämie; Optionspreis
Der Preis, den ein Optionskäufer bezahlt, um eine Option zu
erstehen. Die jeweilige Prämie wird an der Börse im öffentlichen
Auktionsverfahren bestimmt.
Price: Kurs; Preis
Der feste Wert einer Sache. Preise werden normalerweise in
Geldwerten ausgedrückt. In einer freien Marktwirtschaft ergeben
sich Preise aus dem Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage.
Wenn die Nachfrage für ein Produkt zunimmt und das Angebot
gleich bleibt, tendieren Preise zu steigen. Demgegenüber tendieren
Preise zu fallen, wenn das Angebot zunimmt und die Nachfrage
gleich bleibt. Einige Märkte sind allerdings nicht ganz so
wettbewerbsbetont: Preise können durch Regierungskontrollen
und -subventionen beeinflusst werden, wenn Angebot und Nachfrage
künstlich geschaffen werden und der freie Handel beeinträchtigt
wird. Dementsprechend werden Preisvorhersagen für diejenigen
schwieriger, die keinen Zugang zu regierungsinternen Informationen
haben.
Price discovery mechanism:
Preisfindungsmethode
Die Methode, mit der der Preis einer bestimmten Ware inklusive
Fracht bestimmt wird. Die Faktoren, die miteinbezogen werden
müssen, beinhalten Qualität, Lieferort und Umfang der Fracht.
Zum Beispiel, wenn der Preis für einen Bushel Mais an der
CBOT $3,50 ist, kann der örtliche Preis woanders ermittelt
werden, indem man folgendes in Betracht zieht: Entfernung
nach Chicago, Qualitätsunterschied und Umfang des zu verfrachtenden
Mais. Wenn diese Faktoren kalkuliert worden sind, können sich
Käufer und Verkäufer auf einen vernünftigen örtlichen Preis
einigen.
Price weighted index:
Kursgewichteter Index
Ein Aktienindex, bei dem die Kurse einzelner Aktien addiert
und deren Summe durch einen konstanten Divisor geteilt werden.
Der Divisor wird periodisch je nach Aktiensplits und -dividenden
neu abgestimmt. Die Neuberechnung des Divisors erfolgt deshalb,
weil Aktienkurse von Aktiensplits oder neuen Dividenden beeinflusst
werden, der Index aber den echten Indexwert widerspiegeln
soll. Der Major Market Index ist ein kursgewichteter Index.
Primary markets: Primäre
Märkte
Die Hauptmärkte für den Kauf und Verkauf von effektiven Waren.
Purchase and sale
statement: Abschlusskontoauszug
Eine Bestätigung, die dem Kunden zugeschickt werden muss,
wenn eine Position abgeschlossen wurde. Die Bestätigung muss
Kontraktart, Gewinn oder Verlust und Maklergebühr beinhalten.
Purchaser:Käufer
Jeder, der in einen Markt als Käufer von Waren, Dienstleistungen,
Terminkontrakten und Verkaufsoptionen und Kaufoptionen einsteigt.
Pure hedging: Reines Absicherungsgeschäft
Angewendet von Hedgern, die ihre Futures- oder Optionspositionen
solange strikt beibehalten bis sie ihre eigentliche Ware tatsächlich
verkaufen. Pure hedging ist auch als konservatives hedging
oder eigentliches hedging bekannt und wird grösstenteils von
nicht sehr erfahrenen Tradern angewendet, die Preisschwankungen
misstrauen und daran interessiert sind, ihr vorgegebenes Preisziel
zu erreichen.
Put: Verkaufsoption
Ein Optionskontrakt, der dem Käufer das Recht gibt, etwas
zu einem bestimmten Preis innerhalb eines vorgegebenen Zeitraums
zu verkaufen. Eine Verkaufsoption wird gekauft, wenn man glaubt,
Preise werden fallen. Der Verkäufer der Verkaufsoption erhält
eine Prämie als Entgelt für die Annahme der Verpflichtung,
Lieferung anzunehmen, sollte der Käufer sein Recht zum Verkauf
ausüben. Siehe "limited
risk".
Pyramiding: Reinvestition
Der Kauf weiterer Kontrakte aus dem Gewinn der offenen Positionen.
Quotation (Quote): Notierung
Der Geld- oder Briefkurs für Futures, Optionen und Kassawaren
zu einem gewissen (meistens gegenwärtigen) Zeitpunkt.
Rally: Markterholung
Ein Aufwärtsschwung der Kurse. Siehe "Recovery".
Range: Kursbereich
Der Unterschied zwischen dem höchsten und niedrigsten Kurs
während einer gewissen Zeitspanne, gewöhnlich während einer
Börsensitzung für Termin- und Optionskontrakte.
Ratio writing: Proportionaler
Optionsverkauf
Der Verkauf von mehr als einer Option, um einen zugrundeliegenden
Terminkontrakt abzusichern. Die Optionsverkäufe erfolgen gewöhnlich
in verschiedenen Kontraktmonaten. Der proportionale Optionsverkauf
erweitert die Gewinnmöglichkeiten der Optionsposition des
Anlegers. Beispiel: ein Anleger führt einen proportionalen
Optionsverkauf durch, wenn er eine Kaufposition für August-Goldfutures
hält und je einen Gold-Call für Februar und August verkauft.
Reaction: Reaktion
Die Tendenz von Preisen, nach einem Aufwärtstrend zu
fallen. Das Gegenstück im Abwärtstrend wird als
Rally bezeichnet.
Recovery: Markterholung
Steigende Kurse nach einer Baisse.
Registered Commodity Representative:
Kundenberater, Siehe auch "Broker".
Eine bei der Börse und der CFTC registrierte Person,
die dafür verantwortlich ist, ihren/seinen Kunden Service
anzubieten, diese Kunden zu kennen, Marginzahlungen
anzunehmen, Auträge zu erteilen und den Kunden Transaktionen
zu empfehlen und/oder diese auszuführen. Ein RCR wird
manchmal auch als broker oder account executive
bezeichnet.
Regulations (CFTC): Gesetzliche
Regulierung
Richtlinien, Vorschriften und Durchführungsbestimmungen, die
von der Commodity Futures Trading Commission
(CFTC) eingeführt wurden und durch sie durchsetzbar sind.
Die CFTC ist eine 1974 eingerichtete US-Bundesaufsichtsbehörde
zur Überwachung des Commodity Exchange Act (Terminbörsengesetz).
Reparations: Entschädigung;
Wiedergutmachung
Wenn Marktteilnehmer in einer Futures- oder Optionstransaktion
unrechtmässig behandelt (geschädigt) wurden, können sie über
die CFTC Schadenersatz fordern. Die Entschädigung wird Reparation
genannt, weil sie das dem Teilnehmer zugefügte Unrecht wiedergutmacht.
Reportable positions:
Meldepflichtige Positionen
Positionen, die zahlenmässig die meldepflichtige Stufe übersteigen.
Siehe auch " Reporting
level".
Reporting level: Meldepflichtige
Stufe
Ab einer gewissen Anzahl offener Positionen besteht eine Meldepflicht
an die CFTC und die Börse. Die meldepflichtige Stufe gilt
für alle Trader: Hedger, Spekulanten und Spreader. Wenn ein
Trader die zu berichtende Höhe erreicht, erhält er ein "Spezialkonto",
auf dem er alle Positionsänderungen berichten muss.
Resistance: Widerstand
Ein horizontaler Kursbereich, in dem sich die Kurse einige
Zeit aufhalten, bevor sie sich aufgrund des Verkaufsdrucks
wieder nach unten bewegen.
Retender: Wiederangebot
Das Recht des Inhabers eines Futures-Kontrakts, nachdem er
vom Clearinghaus eine Andienungsanzeige erhalten hatte, diese
am offenen Markt anzubieten, um seine Verpflichtung zur Annahme
der Lieferung auszugleichen. Die Möglichkeit zur Weiterleitung
der Andienung der effektiven Ware besteht allerdings nur bei
einigen Waren und nur innerhalb eines bestimmten Zeitraums.
Ring: Börsenring
Ein festgelegter Bereich im Börsensaal, in dem Traders und
Brokers stehen und ihren Handel durchführen. Anstelle des
Rings gibt es in einigen Börsen die Börsenstände, die Börsenstände
genannt werden.
Risk Disclosure Statement:
Bericht zur Risikobetrachtung
Ein Dokument, das die Risiken, die mit dem Terminhandel verbunden
sind, hervorhebt. Es beinhaltet Angaben wie: Sie können ihre
gesamte Kapitalanlage verlieren; Sie können in eine Lage geraten,
wo es in bestimmten Marktsituationen unmöglich ist, eine Position
auszugleichen; Spread-Positionen sind nicht unbedingt weniger
risikoreich als einfache Kauf- oder Verkaufspositionen; die
Anwendung der "Hebelwirkung" kann genauso zu grossen
Verlusten wie Gewinnen führen; Stop-Aufträge begrenzen nicht
unbedingt Ihre Verluste; verwaltete Terminkonten unterliegen
beträchtlichen Gebühren für Kontoführung und Beratung.
Es gibt einen getrennten Report zur Risikobetrachtung für
Optionen, in dem vor den Verlustrisiken im Optionshandel gewarnt
wird. Dieser Bericht beinhaltet eine Beschreibung der Warenterminoptionen,
Einschussforderungen, Maklergebühren, Gewinnpotential, Definitionen
verschiedener Fachausdrücke und Angaben über die Grundsätze
des Kaufpreises.
Rolling hedge: Absicherungsverlängerung
Das überwechseln von einem Kontraktmonat zu einem weiter entfernten
Monat. Bei einer Verkaufsabsicherung ist es ratsam, wenn man
mehr Zeit im Kassamarkt benötigt, auf einen späteren Monat
überzuwechseln, um zu vermeiden, dass man im gegenwärtigen
Andienungsmonat zur Andienung aufgerufen wird. Die entfernten
Monate sind ausserdem weniger aktiv, und die Möglichkeit grosser
Kursschwankungen und eventueller Nach-schussforderungen ist
geringer.
Round turn: Komplette Transaktion
Abgeschlossene Futures-Transaktion (Eingehen und Beendigung
einer Futures-Position); z.B., ein Verkauf, um einen Kauf
zu decken, oder ein Kauf, um einen Verkauf auszugleichen.
Maklergebühren werden üblicherweise auf der Basis eines "round
turn" berechnet.
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